mehr Privatsphäre - Webanalyse mit Piwik
23.06.2012
Wer etwas engagiert eine Webseite, einen Blog oder einen anderen Webauftritt betreut, wird irgendwann mehr über seine Zielgruppe, seine Besucher und andere Einflussfaktoren wissen wollen. Viele Content-Management-Systeme und Blogs, wie zum Beispiel Typo3 oder Wordpress, bieten die native Integration von Google Analytics oder Piwik an. Für Flatpress gibt es ein Google Analytics Plugin aber auch die Integration von Piwik gestaltet sich denkbar einfach, aber dazu später mehr.
Darf es Open-Source sein?
Die beide kostenlosen Dienste Google Analytics und Piwik unterscheiden sich nicht sonderlich in ihrer originären Aufgabe - der Webanalyse, jedoch in ihrer Philosophie.
Der mit Abstand am verbreiteteste Webanalyse Dienst für private und kommerzielle Webseiten ist Google Analytics - ein kostenloser Dienst, dessen Integration in andere Google Services (z.B. Google AdWords) und das relativ schnelle Bereitstellen den größten Vorteil bietet. So erhält man schnell brauchbare Ergebnisse ohne großen Aufwand.
Piwik hingegen ist eine reine Open-Source Software und kein gehosteter Dienst. Entweder bieten der Webseitenbetreiber oder der Blog-Hoster diesen an, oder man muss Piwik auf dem eigenen Webspace selbst installieren. Auch wenn der Funktionsumfang geringer ist, hat es den großen Vorteil, die datenschutzrechtlich sensiblen Logdaten auf dem eigenen Server zu speichern.
Flatpress und Piwik
Die Installation von Piwik gestaltet sich recht einfach und geht schnell. Alles was man braucht ist etwas PHP, eine MySQL Datenbank und circa 5 Minuten für die jeweiligen Anpassungen. Die Integration in Flatpress erfolgt durch das Hinzufügen des durch Piwik bei der Installation bereitgestellten Codes:
{literal}
<script type="text/javascript">
...
} catch( err ) {}
</script>
<noscript>
<p>
<img src="http://%yoursite%/piwik.php?idsite=1" style="border:0" alt="" />
</p>
</noscript>
{/literal}
in der Datei
/fp-interface/themes/%theme%/footer.tpl
Bei allen anderen CMS und Blogs verläuft die Integration analog, selbst bei so mächtigen Systemen wie Typo3 ist nicht mehr zu tun.
Datenschutz und Privatsphäre
Das größte Problem bei Analysen und Statistiken ist der Datenschutz oder vielmehr der Umgang damit. Einige Nutzer entgegnen diesem Fakt präventiv, in dem sie Ghostery, AdBlock oder NoScript nutzen. Diese AddOns verhindern die Datensammelwut einiger Webseiten.
Deswegen sollte überall das Konzept der Datensparsamkeit und Datenvermeidung gelten, dessen Grundidee die Erhebung nur der notwendigsten personenbezogenen Daten ist. Denn vor allem das unnötige Sammeln von Daten läuft dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung zuwider.
Mein Beitrag zum Datenschutz
Ich habe deswegen Piwik so konfiguriert, dass keinerlei eindeutige personenbezogene Daten gespeichert werden:
- IP-Adressen werden nur verkürzt gespeichert
- das Do-Not-Track Flag wird berücksichtigt
- jeder Nutzer hat die Möglichkeit den eindeutiger Webanalyse-Cookie über einen Klick abzulehnen
- Logdateien werden nach dessen Auswertung vollständig gelöscht
Diese Möglichkeiten mit dem Umgang personenbezogener Daten war für mich der Grund, warum ich von Google Analytics zu Piwik wechselte. Zusammen mit meinen statischen Social Buttons leiste ich einen wichtigen Beitrag für den Datenschutz auf meinen Webseiten.
Weitere Informationen rund um den Datenschutz bekommst du auf den Seiten des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und Informationsfreiheit oder beim Datenschutzbeauftragten deines Landes oder Freistaates.
Mach mit! Ich würde mich sehr freuen, wenn auch du deinen Teil zum Datenschutz auf deiner Webseite beiträgst! Hinterlasse einen Kommentar und berichte, was genau du unternommen hast.
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